Vereinsgeschichte

Über uns

Trachtenkapelle Puchberg am Schneeberg seit 1877

Der Grundstein für die heutige Trachtenkapelle Puchberg wurde im Zuge der freiwilligen Feuerwehr Puchberg gelegt. Prompt nach der Gründung der freiwilligen Feuerwehr im Jahre 1876 und als jedem bewusst wurde, dass ein Festaufmarsch oder ein Ball der Feuerwehr ohne Musik nur eine halbe Sache war, wurde für den ersten Feuerwehrball am 07. Februar 1877 die Feuerwehrkapelle ins Leben gerufen. Dieser erste Auftritt der Feuerwehrkapelle wurde unter Leitung von Leopold Zwinz über die Bühne gebracht.


Franz Zenz, später als „Musifranzl“ bekannt, folgte Leopold Zwinz, welcher sich selbst nie als Kapellmeister bezeichnete, nach dessen Tode als offizieller erster Kapellmeister nach.

Der Krieg hinterließ auch bei der Musik seine Spuren. Nach dem ersten Weltkrieg fand am 22. Februar 1919 der erste Feuerwehrball seit langem statt, welcher natürlich von der Feuerwehrkapelle umrahmt wurde.

1926 übernahm Leo Sokol die Leitung der Feuerwehrkapelle.

Die Uniform wandelte sich mit der Zeit und so wurden die Musiker 1927 das erste Mal in der eleganten Puchberger Tracht abgelichtet, wobei hier noch kniehohe Stiefel und schwarze Hose anstatt der heutigen Lederhose zu sehen waren.

Ein weiterer Wechsel in der Führung der Feuerwehrkapelle erfolgte 1931, bei dem Kapellmeister Sokol durch Josef Egger ersetzt wurde.

1937 zum 60-jährigen Jubiläum der Feuerwehrkapelle umfasste die Kapelle 30 Mann. Dieses Jubiläumsfest war einer der letzten feierlichen Momente der Kapelle für die nächste Zeit. Nachdem Flügelhornist Franz Egger im Gipswerk tödlich verunglückte und bald darauf der 2. Weltkrieg ausbrach, kamen schwere Jahre auf die Musiker zu. Die jungen Musiker wurden in den Krieg einberufen und die älteren Musiker spielten ausschließlich ein Requiem in der Kirche, wenn wieder ein Puchberger auf dem Schlachtfeld gefallen war. Zum Ende des Krieges verlor auch noch Kapellmeister Josef Egger sein Leben auf dem Kriegsfeld.


Unter Kapellmeister Mathias Schnabl feierte man in bescheidenem und kleinem Rahmen 1947 das 70-jährige Jubiläum der Feuerwehrkapelle. Trotz all der grausamen Jahre konnte man die Musiker nicht davon abhalten ihrem Hobby nachzugehen. Ihre gemeinsame Liebe zur Musik brachte die Musiker dazu weiterzumachen.


1949 fand sich Alois Kolarik als neuer Kapellmeister ein und übernahm die musikalische Leitung. Alois Kolarik leitete nunmehr ausschließlich den musikalischen Teil und so übernahm Franz Panzenböck die organisatorische Leitung.


Zwischen 1955 und 1960 wechselte die musikalische Führung erneut und Franz Brenner wurde Kapellmeister. Viele Erfolge folgten auf diesen Wechsel hin. Der erste Rang mit Auszeichnung bei einer Marschmusikbewertung war nur einer der großen Momente in der Geschichte.

Wieder machten sich Schicksalsschläge in der Geschichte der Kapelle breit. Nachdem Obmann Franz Panzenböck 1958 verstarb, erlitt 1960 der allseits beliebte und geschätzte Kapellmeister Franz Brenner einen Schlaganfall, welcher ihn dazu zwang, seinen Taktstock nieder zu legen. Eine Nachfolge für Franz Panzenböck zu finden erwies sich als schwer, so konnte erst 1961 mit Franz Toppler ein neuer Obmann gefunden werden. Franz Brenner’s Vorgänger Alois Kolarik übernahm nun wieder die Direktion der Kapelle.

Franz Toppler vollzog in seiner Funktion als Obmann 1961 die Trennung der Musik von Feuerwehr und so wurde die einstige Feuerwehrkapelle nun als „1. Puchberger Musikverein“ in das Vereinsregister eingetragen. Nach dem unerwarteten Ausscheiden von Alois Kolarik aus dem Musikverein, betraute Franz Toppler 1964 den jungen Bassisten Peter Brenner mit der Funktion als Kapellmeister.

1971 legte Franz Toppler sein Amt in jüngere Hände und so wurde Johann Taschner neuer Obmann des 1. Puchberger Musikvereins. Der Verein erstrahlte durch die neue Führung und durch die Anschaffung der neuen Tracht 1972 in neuem Glanz. Die viele Jugendarbeit machte sich bezahlt und der Verein wuchs und wuchs. Unter anderem konnten man auch den ersten weiblichen Zugang verzeichnen. Monika Kicker wurde als erste Musikerin im Verein aufgenommen und unterstütze diesen am Horn.

1978 trat Obmann Johann Taschner zurück und übergab den aufgeräumten Verein an Rudolf Krenn. Unter der neuen Führung wurde die bislang letzte Namensänderung beschlossen. Der 1. Puchberger Musikverein wurde nun zur heutig bekannten „Trachtenkapelle Puchberg“.

1985 trat der erfolgreiche Obmann Rudolf Krenn zurück und übergab seine Agenden an den bislang jüngsten Obmann in der Geschichte des Vereins. Martin Hausmann sen. übernahm die organisatorische Leitung der Trachtenkapelle Puchberg bis 1989.

Der nachfolgende häufige Wechsel der Obmannschaft prägte den Verein. 1989 bis 1993 führte Josef Stickler sen. den Verein an und übergab 1993 seine Funktion bis 1995 an Herbert Stickler. Martin Hausmann sen. kehrte 1995 wieder an die Spitze des Vereins zurück und organisierte mit seinen Musikkollegen zum 120-jährigen Jubiläum ein grandioses Zeltfest in der Wüstenrotgasse.

Peter Brenner waltete seines Amtes als Kapellmeister bis 1998 als Bernhard Heher in dessen Fußstapfen tritt. Unter Kapellmeister Heher wurden viele Erfolge nicht nur durch fulminante Konzerte, sondern auch bei Konzertwertungen erreicht.

Andreas Taschner übernahm 2001 die Funktion des Dirigenten von Bernhard Heher.

2003 wurde das Amt des Obmannes neu vergeben und Thomas Brenner übernahm die Funktion. Gemeinsam mit seinem Vater Peter Brenner, welcher den Kapellmeisterposten 2004 von Andreas Taschner wieder übernahm, folgten einige erfolgreiche Jahre für die Trachtenkapelle.

Während 2007 Thomas Brenner seine Funktion als Obmann an Johann Tisch weitergab, blieb der Trachtenkapelle Peter Brenner als Kapellmeister bis 2011 erhalten. Tenorist Markus Schönthaller übernahm die Verantwortung der musikalischen Leitung von 2011 bis 2013.

2011 übernahm Gerhard Zenz die organisatorische Leitung der Trachtenkapelle bis 2018. Auf Grund der von ihm initiierten Jugendarbeit, welche danach weitergeführt wurde, kann die Trachtenkapelle heute ein kleines Jugendorchester aufweisen, welches immer weiterwächst.

Die Jahre 2013 und 2014 waren für die Trachtenkapelle musikalisch eine Herausforderung und konnten nur dank dem Tenoristen, Posaunisten und Bassisten Bernd Wanzenböck, welcher interimsmäßig die musikalische Leitung übernahm, gemeistert werden.

Der heutige Kapellmeister Stephan Hanny trat als jüngster Kapellmeister der Geschichte der Trachtenkapelle das Amt 2014 offiziell an und schwingt bis heute den Taktstab.

2018 übernahm Gerald Syrinek die Funktion des Obmannes, bis 2021 Sabine Zenz als erste Obfrau der 144-jährigen Vereinsgeschichte die organisatorische Funktion übernahm. Derzeit umfasst die Trachtenkapelle Puchberg ca. 45 aktive Mitglieder. Durch die anhaltende Jugendarbeit kann mittlerweile ein Jugendorchester mit ca. 18 Kindern aufgewiesen werden, welches ständig mehr Jugendliche zählen darf.